Lacklaborant:in
Voraussetzungen
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit erstem oder mittlerem Bildungsabschluss ein.
Organisation
Blockunterricht mit 3 Berufsschulblöcken von 4-6 Wochen pro Schuljahr.
Im 4. Ausbildungsjahr erfolgt der Unterricht in Teilzeitform.
Dauer
Regel 3,5 Jahre; Verkürzungen aufgrund schulischer Abschlüsse und überdurchschnittlicher Leistungen möglich.
Die Mindestdauer beträgt 2 Jahre.
Berufsbild
Lacklaborant:innen üben ihren Beruf überwiegend in Entwicklungs- und Prüflaboratorien der Lack herstellenden und Lack verarbeitenden Industrie aus. Sie arbeiten in den Laboren mit Lackingenieuren und -technikern zusammen. Arbeitsschwerpunkt ist dabei die Neu- und Weiterentwicklung von Beschichtungssystemen für verschiedene Untergründe wie beispielsweise Holz, Kunststoff, Mineralische Untergründe und Metall. Neben dem Herstellen und Formulieren von Beschichtungsstoffen werden diese auch mit Hilfe physikalisch-chemischer Methoden auf die kundenspezifischen Anforderungen untersucht und geprüft. Nach Abschluss der Ausbildung ist eine Spezialisierung auf einen Beschichtungsuntergrund, häufig sogar auf einen speziellen Bindemitteltyp, möglich. Eine Tätigkeit als Mitarbeiter:in im Außendienst ist in zunehmendem Maße ein weiteres Beschäftigungsgebiet.

Ausbildungsinhalte
Berufsbezogener Lernbereich:
- Labor- und Analysetechnik
- Applikationstechnik
- Rezeptierung und Qualitätskontrolle
- Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)
- Wirtschafts- und Betriebslehre
Berufsübergreifender Lernbereich:
- Deutsch/Kommunikation
- Religionslehre
- Sport/Gesundheitsförderung
- Politik/Gesellschaftslehre
Abschlüsse
- Berufsabschluss
- erster erweiterter Schulabschluss
(sofern noch nicht vorhanden) - mittlerer Schulabschluss (mit Qualifikationsvermerk)
Zusatzqualifikation
KMK- Fremdsprachenzertifikat
Doppelqualifizierung
(Fachhochschulreife während der Berufsausbildung)
Anschlussmöglichkeiten
Fachoberschule
(Fachhochschulreife nach der Berufsausbildung)
Fachschule für Technik
(Staatlich geprüfte*r Techniker*in / Bachelor of Professional)